Drewman                                     Auf ein Bild

 

du schaust mich an und weiter in die ferne,
siehst künftiges, das uns behutsam presst.
wie auftakt singt dein blick von einem fest,
dass ungetanzt verklingt, obwohl wir gerne,

im weiterleben, peu à peu, der sterne
verliebtes licht genossen hätten. lässt
dein auge los, was mich, den kargen rest,
ins morgen treibt, dass ich dich lieben lerne?

du blickst von fern auf mich und ich begreife,
als totes bild wirst du sehr schnell verblassen.
dein schöner leib nährt einen traum, ich streife

mir zukunft übers haupt. wir kugelwesen,
sind wundgeliebt, kein sehnsuchtswurf will passen.
kann ich durch einen, deinen blick genesen?

 

 

 

Drewman                                     Verblendet

 

von all dem, was du tust, will ich nichts wissen,
denn all dein tun entfernt dich nur von mir
und träufelt neid und angst und stumme gier
ins aufgespannte herz. den hindernissen,

bequem ins ungenormte glück verbissen,
rotz ich ein nein entgegen, streu dem wir,
trotz börsenlärm herbeigeträumt ins hier
und jetzt, verliebte spreu aufs blütenkissen.

du weißt es besser, spürst den kurzen atem
vernehmlich hochgespülter leidenschaft,
belächelst amüsiert, was akkuratem

sonettzwang futter liefert. sag doch, warben
um dich nicht bessere, und voller kraft,
am langen seil der illusion zu darben?